Sprachlos und absolut fassungslos sind wir über das plötzliche Ableben unseres Darstellers, Obfrau-Stellvertreters und Seele des Vereins Hermann.
Hermann hat gemeinsam mit Leo Schmid und einigen anderen Jugendlichen beim Kirtag 1967 als „Kirtabuam“ mitgewirkt. Aus den „Kirtabuam“ wurden die „Hirtabuam“ und im Jahr 1969 stand Hermann – im Alter von 17 Jahren – das erste Mal auf der Bühne. Bei der Vereinsgründung im Jahr 1975 übernahm er die Funktion des Obmann-Stellvertreters, die er bis zuletzt inne hatte.
Hermann hat durch seine unvergleichliche Art und seine leidenschaftliche Hingabe unzählige Menschen im Theater begeistert. Seine Bühnenpräsenz und seine gewinnende Art, mit der er das Publikum unterhalten konnte wie kein anderer, machten ihn zu einer regelrechten Institution bei den Hirtabuam. Er verstand es, die Charaktere, die er verkörperte, mit Leben zu füllen. Im Laufe einer Theatersaison hat er seine jeweilige Rolle ausgebaut und mit persönlichem Charme und Charisma ausgefüllt. Dafür wurde er am Ende jeder Aufführung mit tosendem und verdientem Applaus belohnt. Insgesamt hat er bis zuletzt bei der unglaublichen Anzahl von 45 Theaterstücken aktiv mitgespielt.
Auch hinter den Kulissen war Hermann ein unermüdlicher Unterstützer und aktiver Helfer. Sei es bei den Arbeiten rund um das Theaterspiel, beim Bauernmarkt, bei Ausflügen – er war stets aktiv dabei und hat angepackt, wo er nur konnte. Hermann war immer für alle da und hat seine Zeit und seine Energie investiert, um zu helfen und den Zusammenhalt innerhalb des Vereins zu fördern. Sein Weitblick, sein Engagement und seine Tatkraft haben den Verein geprägt und geformt.
Hermann war gesellig, unterhaltsam, ein Entertainer. Immer wieder hat er ganze Gesellschaften mit seinem Witz und seinen lustigen und lebhaften Erzählungen in seinen Bann gezogen. Seine liebenswerte Persönlichkeit machte ihn zu einem geschätzten Freund und Mentor für viele.
Obwohl Hermann zuversichtlich ins neue Jahr blickte, war sein Herz durch den Tod seiner geliebten Renate offensichtlich so sehr gebrochen, dass es am 1.1.2026 aufgehört hat zu schlagen.
Hermann hinterlässt eine Lücke, die nicht zu füllen sein wird. Sein unermüdlicher Einsatz, seine Leidenschaft für das Theater und seine liebevolle und erfrischende Art werden in unserem Herzen und in den Erinnerungen an all die gemeinsamen Stunden weiterleben.
Lieber Hermann, Ruhe in Frieden, wir schicken dir ein letztes Trinkkommando „1, 2 – 1, 2, 3, 4 – PROST“ in den Himmel. Wir werden dich nie vergessen.


